Bei Innendämmung Denkmal, die Wärmedämmung von Innenwänden in denkmalgeschützten Gebäuden, die den historischen Charakter nicht verändern darf. Auch bekannt als Denkmalschutz-Dämmung, ist sie eine der schwierigsten Aufgaben bei der Sanierung von Altbauten – denn hier geht es nicht um Effizienz allein, sondern um Erhaltung. Die meisten Hausbesitzer denken, Dämmung heißt: Styropor, Mineralwolle, Folien. Doch bei einem Denkmal ist das verboten. Hier zählt nur, was die Wand atmen lässt, was Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt – und was die Fassade nicht verändert. Nur zwei Materialien erfüllen das: Kalziumsilikat, ein mineralischer, dampfdiffusionsoffener Dämmstoff, der sich ideal für historische Mauern eignet und Lehmputz, ein natürlicher, klimaregulierender Wandbelag, der seit Jahrhunderten in Denkmalbauten verwendet wird.
Warum das so ist? Weil alte Mauern nicht wie moderne Wände funktionieren. Sie saugen Feuchtigkeit auf, trocknen langsam ab – und wenn du sie mit einer luftdichten Dämmung verschließt, bleibt die Feuchtigkeit stecken. Das führt zu Schimmel, Zerfall der Ziegel, und am Ende zu teuren Reparaturen. Die Denkmalschutzbehörden erlauben deshalb nur Materialien, die das natürliche Feuchtegleichgewicht nicht stören. Kalziumsilikatplatten sind steif, aber atmungsaktiv. Lehmputz ist weich, aber speichert Feuchtigkeit und gibt sie bei trockener Luft wieder ab. Beide sorgen dafür, dass die Wand nicht „erstickt“. Und sie sehen aus wie früher – kein moderner Kunststoff, keine glatte Oberfläche, die das historische Aussehen zerstört.
Du kannst nicht einfach eine Dämmung kaufen und einbauen. Du brauchst eine Genehmigung. Und die bekommst du nur, wenn du die richtigen Unterlagen hast: eine detaillierte Baubeschreibung, Materialproben, und oft auch ein Gutachten von einem Fachplaner für Denkmalschutz. Viele Besitzer scheitern hier, weil sie denken, es sei nur eine Frage der Dämmleistung. Aber es geht um die Baugeschichte. Um die Struktur. Um den Erhalt. Und darum, dass du nicht nur wärmer wirst, sondern auch das Gebäude nicht zerstörst. Die gute Nachricht: Es gibt Förderungen – bis zu 40 % der Kosten werden übernommen, wenn du die richtigen Materialien wählst. Die KfW und BAFA unterstützen genau diese Art von Sanierung – weil sie langfristig das Gebäude erhält.
Was du hier findest, sind keine theoretischen Artikel. Das sind echte Erfahrungen von Hausbesitzern, Handwerkern und Behörden. Du findest Anleitungen, wie du die Genehmigung beantragst, welche Materialien wirklich funktionieren, was die Behörde wirklich will – und warum du bei der Innendämmung eines Denkmals nicht auf Schnelllösungen setzen darfst. Es geht nicht darum, die billigste Lösung zu finden. Es geht darum, die richtige zu finden – für dich und für das Gebäude.
Ein denkmalgeschütztes Haus sanieren ist komplex, aber lohnend. Erfahren Sie, wie Sie historische Substanz erhalten, modernisieren und mit Fördermitteln die Kosten senken - ohne gegen das Denkmalschutzgesetz zu verstoßen.
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