Wenn Sie ein Dampfsperre, eine dichte Schicht, die Wasserdampf aus dem Innern des Gebäudes zurückhält, um Feuchtigkeitsschäden in Wänden und Dämmung zu verhindern. Auch als Dampfbremse bekannt, ist sie in Bädern kein Luxus – sie ist eine grundlegende Schutzmaßnahme, die oft ignoriert wird, bis es zu spät ist. In einem Bad entsteht täglich viel Dampf – beim Duschen, Baden, sogar beim Waschen. Ohne eine richtige Dampfsperre dringt dieser Dampf in die Wandkonstruktion ein, kondensiert hinter der Fliese oder im Dämmmaterial und führt zu Schimmel, faulendem Holz oder verklumpter Dämmung. Das kostet nicht nur Geld, sondern auch Gesundheit.
Die meisten Menschen denken, dass Fliesen und Dichtungen allein ausreichen. Doch das ist ein Irrtum. Fliesen sind wasserdicht – aber nicht dampfdicht. Der Wasserdampf kann durch kleine Fugen, Risse oder sogar poröse Kleber hindurchwandern. Eine Dampfsperre, eine spezielle Folie oder Beschichtung, die den Dampfstrom kontrolliert und in die richtige Richtung leitet muss direkt hinter der Wandverkleidung liegen, meist zwischen Dämmung und Putz oder zwischen Holzrahmen und Fliesenkleber. Sie muss nahtlos verlegt werden – jede Öffnung für Steckdosen, Rohre oder Befestigungen wird zur Schwachstelle. Viele Sanierungen scheitern nicht an der Qualität der Fliesen, sondern an einer lückenhaften Dampfsperre.
Was viele nicht wissen: Die richtige Dampfsperre hängt vom Aufbau ab. In einem Altbau mit massiver Wand ist sie anders nötig als in einem Neubau mit Holzrahmenbau. Auch die Art der Dämmung spielt eine Rolle. Eine falsch platzierte Dampfsperre – etwa auf der kalten Seite der Wand – kann noch mehr Schaden anrichten, als gar keine. Deshalb ist es wichtig, nicht einfach irgendeine Folie zu kleben, sondern die Konstruktion zu verstehen. Wer hier spart, zahlt später doppelt: durch Schimmelbeseitigung, neuen Putz, beschädigte Holzkonstruktionen und verlorenen Wert der Immobilie.
Und dann ist da noch die Lüftung. Eine Dampfsperre ist kein Ersatz für richtiges Lüften. Sie ist die letzte Sicherheitsstufe – nicht die erste. Wer nach dem Duschen die Tür zum Bad schließt und nichts lüftet, macht jede Dampfsperre überflüssig. Die beste Folie nützt nichts, wenn der Dampf sich in der Wohnung festsetzt. Deshalb gehören Dampfsperre und mechanische Lüftung immer zusammen. In modernen Bädern ist das oft eine zentrale Lüftungsanlage, in älteren Häusern einfach ein gut geplantes Fenster und die Gewohnheit, es nach dem Duschen zu öffnen.
Immer wieder sehen wir Sanierungen, bei denen alles neu gemacht wurde – neue Fliesen, neue Dusche, neue Heizung – aber die Dampfsperre wurde vergessen oder falsch eingebaut. Zwei Jahre später kommt der Schimmel an der Ecke, und niemand versteht warum. Die Lösung? Nicht die Fliesen wechseln. Sondern die Wand aufmachen. Und das ist teuer. Besser: Von Anfang an richtig machen. Eine Dampfsperre ist kein extra Kostenpunkt. Sie ist die Grundlage für ein langlebiges, gesundes Bad.
Unter den Beiträgen finden Sie konkrete Beispiele: von der richtigen Materialwahl über die Montage in Altbauten bis hin zu Fehlern, die häufig gemacht werden. Sie sehen, wie andere es gelöst haben – und was Sie unbedingt vermeiden sollten. Keine Theorie. Nur das, was in der Praxis funktioniert.
Eine Dampfbremse reicht im Bad nicht aus - nur eine vollständige Dampfsperre oder flüssige Abdichtung schützt vor Feuchteschäden. Erfahren Sie, wie Sie nach DIN 18534 richtig abdichten und teure Folgeschäden vermeiden.
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