Türzarge renovieren – schnell, sauber und richtig messen

Eine kaputte oder abgeplatzte Türzarge fällt sofort auf. Glücklicherweise kannst du viele Reparaturen selbst erledigen: messen, ausbessern, neu lackieren oder komplett austauschen. Ich erkläre dir praxisnahe Schritte, welche Werkzeuge du brauchst und worauf du achten musst, damit die Tür wieder sauber sitzt und dicht schließt.

Vorbereitung und Maße

Zuerst messen: Höhe, Breite und die Dicke der Zarge sowie der Abstand zur Wand. Notiere das Zargenmaß (Durchgangsmaß) und das Falzmaß. Viele Innentüren folgen Normmaßen wie 1985 x 625/735/825 mm, aber kontrolliere deine tatsächliche Türöffnung. Achte auf den Wandabstand zwischen Zarge und Mauer – hier brauchst du meist 10–20 mm Fuge für Montageschaum oder Keile. Entferne alte Leisten und Dichtungen, dann säubere die Fläche. Für eine neue Zarge nimmst du die Maße am besten an mehreren Punkten, weil Wände nicht immer gerade sind.

Schritt-für-Schritt Anleitung

1) Alte Zarge ausbauen: Schrauben und Dübel lösen, Tür aushängen und Flügel beiseitelegen. Heble die Zarge vorsichtig heraus, um Wand und Türblatt nicht zusätzlich zu beschädigen. 2) Wand prüfen: Bröckelt Putz, gleich mit Reparaturmörtel oder Spachtelmasse ausbessern. 3) Neue Zarge einsetzen: Setze die Zarge probeweise ein, richte sie mit Wasserwaage und Distanzkeilen aus. Achte darauf, dass das Türblatt später gleichmäßig läuft. 4) Fixieren: Befestige die Zarge mit langen Schrauben durch die Zarge in die Wand – meist im Schlosstürbereich und oben/unten. Nutze Montageschaum oder Schaumfreie Keiltechnik, je nach Herstelleranweisung. 5) Anschlüsse dichten: Dichtband oder Silikon an den Fugen verhindert Zugluft und Lärm. 6) Einhängen und einstellen: Türblatt einsetzen, Scharniere nachjustieren, Spielmaße prüfen. 7) Finish: Leisten montieren, Kittfugen schleifen und lackieren oder ölen.

Materialwahl: Für Innentüren sind Holz, MDF und lackierte Zargen üblich. Bei Feuchträumen nimm wasserfeste Varianten oder Aluminiumzargen. Wenn die Zarge nur oberflächliche Schäden hat, reicht Abschleifen und Lackieren. Komplett ersetzen, wenn sie verzogen oder strukturell beschädigt ist.

Werkzeuge & Zeit: Wasserwaage, Akkuschrauber, Meißel, Hammer, Montageschaum, Schrauben, Keile, Spachtel und Lack sind Standard. Für einen geübten Heimwerker ist eine einfache Zarge in 2–4 Stunden eingebaut; vorbereitende Arbeiten und Lackierzeiten kommen dazu.

Fehler, die du vermeiden solltest: falsche Maße nehmen, Zarge nicht exakt ausrichten, zu früh lackieren vor dem endgültigen Einstellen oder Montageschaum ohne Fixierung verwenden. Wenn du unsicher bist, hol dir kurz einen Schreiner – oft lohnt sich das für sauberes Ergebnis.

Kosten: Eine einfache Zarge kostet je nach Material zwischen etwa 50 und 200 Euro, inklusive Schrauben und Montageschaum. Profi-Einbau schlägt mit 150–400 Euro zu Buche, je nach Aufwand. Lackieren, Leisten und Feinarbeiten können extra 50–150 Euro kosten. Wenn du mehrere Maße brauchst oder die Wand ausgebessert werden muss, kalkuliere mehr Zeit und Material ein.

Lackier-Tipp: Schleife zuerst mit 120er Körnung, fülle Risse mit Acryldichtstoff, grundiere dann mit Holzgrund dreißig Minuten antrocknen lassen und zwei dünne Lackschichten auftragen. Türscharniere: Markiere die Position, setze Unterlegscheiben ein, wenn das Türblatt klemmt. Prüfe, ob die Tür bei geöffnetem Zustand nicht selbst schließt oder offen bleibt – sonst Scharnier nachjustieren. Wer Energiesparen will, achtet auf Dichtungen am unteren Türblatt und eine saubere Schwelle.

Bei Unsicherheit: Schreiner kontaktieren, kurz checken lassen, kostet oft wenig und gibt Sicherheit.

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