Haustür aufarbeiten: Do-it-yourself oder mit Profi — so geht’s richtig

Eine aufgearbeitete Haustür sieht besser aus, schließt dichter und schützt vor Wärmeverlust. Du kannst viel selbst machen: prüfen, schleifen, ausbessern, lackieren oder ölen — oft reicht ein Wochenende. In diesem Guide zeige ich dir die Schritte, Werkzeuge und Fallen, damit deine Tür wieder top funktioniert.

Vorbereitung: prüfen und entscheiden

Schau dir die Tür genau an: Holz, Metall oder Kunststoff? Gibt es Fäulnis, tiefe Risse oder verzogene Stellen? Kleine Kratzer und abgeblätterter Lack lassen sich gut ausbessern. Bei durchgerotteten Bereichen, starker Verformung oder Problemen mit Schloss und Zarge lohnt sich ein Austausch. Wenn du unsicher bist, mach ein Foto und hol dir Rat vom Tischler.

Wichtige Werkzeuge und Materialien: Schleifpapier (Körnungen 80–240), Spachtelmasse für Holz, Holzleim, Pinsel/Roller, Grundierung, Außenlack oder Öl/Lasur, Dichtband, Schraubenzieher, Bohrmaschine, Atemschutz und Handschuhe.

Schritt-für-Schritt: die praktische Arbeit

1. Ausbau oder vor Ort arbeiten: Wenn möglich, nimm die Tür heraus und lege sie auf Böcke. So arbeitest du ergonomischer und Tropfen sind kein Problem. Ist das zu aufwändig, geht's auch eingebaut – achte auf Abkleben.

2. Alte Farbe entfernen: Lose Farbe mit Spachtel abkratzen, größere Bereiche leicht mit grobem Schleifpapier (80–120) anschleifen. Bei mehreren Farbschichten kann ein Abbeizer helfen — Schutzbrille und Handschuhe nicht vergessen. Wenn es sich um sehr alten Anstrich handelt, lasse prüfen, ob schädliche Stoffe drin sind.

3. Ausbessern: Risse und Löcher mit Holzkitt oder 2-Komponenten-Spachtel füllen. Nach dem Aushärten glatt schleifen (180–240). Bei lockeren Fugen Holzleim und Klammern verwenden, größere Schäden ggf. durch neue Furnierstücke ersetzen.

4. Grundieren: Bei Holz immer grundieren, besonders wenn du deckend lackierst. Grundierung verbessert Haftung und schützt vor Feuchtigkeit. Für Metall passende Rostschutzgrundierung verwenden.

5. Lackieren oder Ölen: Außenlack in zwei dünnen Schichten auftragen, dazwischen leicht anschleifen. Öle und Lasuren erhältst du den Holzcharakter, brauchen aber regelmäßige Pflege. Trocknungszeiten beachten — besser mehrere dünne Schichten als eine dicke.

6. Beschläge und Dichtung: Schlösser, Scharniere und Türdrücker reinigen oder ersetzen. Neue Dichtungen verbessern Wärme- und Schallschutz stark — Abstand zur Zarge prüfen und einstellen. Auch die Bodenschwelle kontrollieren; hier entstehen oft Zugluft und Feuchtigkeit.

7. Finale Kontrolle: Tür mehrfach öffnen und schließen, falls nötig nachstellen. Prüfe die Sperrfunktion des Schlosses und ob die Tür plan anliegt.

Wie lange dauert das? Kleinere Renovierungen: 1–2 Tage. Aufwändigere Arbeiten mit Trocknungszeiten: 3–5 Tage. Kosten: von wenigen zehn Euro (Materialien) bis einige hundert Euro bei hochwertigen Lacken, neuen Beschlägen oder Profiarbeit.

Wenn du unsicher bist bei statischen Schäden, Fäulnis oder Sicherheitsschlössern, hol besser einen Profi. Bei Fragen zur Materialwahl oder wenn du Unterstützung brauchst, melde dich gern — wir helfen bei Entscheidung und Ausführung.

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