Ein Schädlingsbefall, ein unerwünschtes Eindringen von Tieren oder Pilzen in Gebäuden, das Bausubstanz und Gesundheit gefährdet. Auch bekannt als Bauschaden durch Biologie, ist er oft das sichtbare Zeichen eines tieferen Problems – nicht der Grund selbst. Viele denken, Schimmel oder Holzwürmer sind einfach ein Hygieneproblem. Doch sie sind meistens die Folge von aufsteigender Feuchtigkeit, Wasser, das vom Boden durch Mauern nach oben steigt und Baustoffe durchtränkt, oder von fehlerhafter Innendämmung, einer Isolierung, die Feuchtigkeit einschließt, statt sie abzuleiten. Ohne diese Ursachen zu beheben, kehren Schädlinge immer wieder zurück – egal wie oft Sie putzen oder chemisch nachrüsten.
Ein Schädlingsbefall in der Wand? Das ist kein Problem der Luftfeuchtigkeit allein. Es ist ein Problem der Bauphysik. Wenn Sie Sperrholz statt Gipskarton an der Wand verbaut haben, entsteht ein ideales Milieu für Schimmel – denn Sperrholz saugt Feuchtigkeit wie ein Schwamm und gibt sie nicht ab. Wenn Sie eine Dampfsperre falsch eingebaut haben, bleibt Feuchtigkeit im Mauerwerk stecken – und Pilze wachsen. Wenn Sie eine alte Fassade sanieren, aber nicht die richtigen Materialien wie Kalziumsilikat oder Lehmputz verwenden, wird das Innere des Hauses zur Feuchtefalle. Das alles sind keine Theorien. Das sind die Ursachen, die wir in den letzten Jahren bei Hunderten von Sanierungen gesehen haben.
Es geht nicht darum, das nächste Sprühmittel zu kaufen. Es geht darum, die Kette zu durchbrechen: Wo kommt das Wasser her? Warum bleibt es hängen? Welches Material macht es worse? Die Lösung liegt nicht in der Chemie, sondern in der Konstruktion. Und genau das finden Sie in den folgenden Beiträgen: Wie Sie Feuchtigkeit in Wänden dauerhaft trocknen, warum Innendämmung manchmal den Schimmel erst bringt, wie Sie einen Schädlingsbefall richtig diagnostizieren – und vor allem: wie Sie ihn nie wieder sehen.
Schädlingsbefall in alten Häusern bleibt oft lange unbemerkt. Erfahre, wie du Holzwurm, Hausbock oder Termiten früh erkennst, welche Methoden wirklich wirken - und warum DIY-Bekämpfung oft mehr schadet als hilft.
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