Trockenestrich: Was er ist, warum er oft falsch eingesetzt wird und was wirklich zählt

Ein Trockenestrich, ein bautechnisches Fußbodensystem, das aus einer Trägerplatte und einer losen Schüttung besteht, ohne Wasser zu benötigen. Auch bekannt als Schüttestrich, ist er keine Alternative zum Nassestrich – er ist eine komplett andere Lösung, die vor allem dort zum Einsatz kommt, wo Zeit, Trocknungszeit oder Feuchtigkeit eine Rolle spielen. Viele bauen ihn einfach nur, weil er schnell geht. Aber das ist der größte Fehler. Trockenestrich ist kein Schnellbau-Trick – er ist ein System, das genau abgestimmt sein muss: von der Dämmung über die Schüttung bis zur Belastbarkeit der Decke.

Wenn du einen Trockenestrich planst, musst du drei Dinge im Kopf haben: Feuchtigkeitsschutz, die Fähigkeit, Feuchtigkeit von unten abzuhalten, bevor sie in den Boden eindringt, Bauweise, die Art und Weise, wie die einzelnen Schichten aufeinander abgestimmt sind – besonders bei Altbauten mit unebenen Decken, und Fußbodensysteme, die Gesamtheit aller Schichten, die den Boden tragen, isolieren und belastbar machen. Ein falsch installierter Trockenestrich führt nicht zu Rissen – er führt zu Schimmel, quietschenden Böden und teuren Nachbesserungen. Die meisten Fehler passieren, weil Leute glauben, dass eine Folie und ein paar Kieskörner reichen. Das stimmt nicht. Es braucht eine dichte Dampfsperre, eine gleichmäßige Schüttung aus anorganischem Material wie Glaswolle oder Schwerspath, und eine tragfähige Trägerplatte, die nicht nachgibt.

Im Altbau ist Trockenestrich oft die einzige vernünftige Wahl – besonders wenn du keine neue Betondecke einbauen kannst oder die Deckenlast begrenzt ist. Aber er ist kein Allheilmittel. Wenn deine Wohnung unter einer Feuchtwand liegt oder du eine Fußbodenheizung einbaust, musst du genau wissen, welche Materialien erlaubt sind. In vielen Fällen ist eine Kombination aus Trockenestrich und einer speziellen Dämmschicht die einzige Lösung, die den Anforderungen von Energieeinsparverordnung und Schallschutz gerecht wird. Du findest hier keine theoretischen Abhandlungen – nur praktische Beiträge, die zeigen, was wirklich funktioniert: von der korrekten Dampfsperre über die richtige Schüttung bis hin zu Fällen, in denen du lieber auf Trockenestrich verzichten solltest. Was du hier liest, ist das Ergebnis von hunderten von Sanierungen, Fehlern und Nachbesserungen – und was du daraus lernst, spart dir nicht nur Zeit, sondern auch Tausende Euro.